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Schullandschaft Jaghori / Provinz Ghazni

 

Die im zentralafghanischen Hazarajat angesiedelte "Schullandschaft Jaghori" ist das umfangreichste ind wichtigste Bildungsprojekt des FKA. Mitten in den Kriegswirren 1981 gegründet, wird sie seit dieser Zeit vom FKA mit einer größer werdenden Zahl von Schulen unterstützt.

Schulische Angebote stoßen im Gebiet der sehr aufgeschlossenen und bildungswilligen schiitischen Hazaras auf großes Interesse und der eher liberal eingestellte Klerus, also der Mullah vor Ort, unterstützt nachdrücklich die schulischen Einrichtungen, einschließlich der zahlreichen Angebote für Mädchen und Frauen.

 

Ab Sommer 2000 konnte der FKA diese Förderung intensivieren. Neun Schulneubauten wurden errichtet, Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt und Alphabetisierungskursefür Mädchen und Frauen durchgeführt. Gerade diese Kurse trugen dazu bei, das Bildungsniveau der interessierten und für neue Wege offenen Bevölkerung zu heben.

Der Bezirk Jaghori genießt landesweit für sein ausgezeichnetes Bildungsniveau große Anerkennung.

So ist bei Wikipedia zu lesen:

"Jaghori has in recent years produced the largest number of students to qualify for a place in Kabul and other universities in Afghanistan, or araound the world, countries like zhe United Kingdom, which some estimate to be in thousands. The new trend towards learning and education has come as a reaction agains what people went through during the decades of factional, tribal, ethnic and religious conflicts.

Currently there are a number of High Schools, and hundreds of smaller primary and middle schools in the district but there are few signs of other infrastructure such as roads, electricity, water or gas. As of 200ß there were no reports of closures of schools due to security"

From Wikipedia, the free encyclopedia (2010)

 



 

Die Bilder der vom Freundeskreis Afghanistan geförderten Schulen in der Schullandschaft Jaghori im Überblick

 

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Derzeit werden an neun Schulen über 3000 Mädchen und Jungen von rund 150 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Der Anteil der Mädchen liegt bei über 50% und der Anteil der Lehrerinnen bei ca. 48% Darunter sind fünf Gymnasien, davon drei für Mädchen, die bis zur 12. Klasse führen und den Zugang zu afghanischen Universitäten ermöglichen. In drei Gymnasien werden sogar Mädchen und Jungen gemeinsam (Koedukation) bis zur 12. Klasse unterrichtet.

Sämtlich Schulen sind von der afghanischen Regierung anerkannt, die jedoch nur für 2/3 der Lehrerschaft mit rund 80€ im Monat aufkommt. Ein Drittel der Lehrer bekommt von der Regierung kein Gehalt und wird vom Freundeskreis Afghanistan mit Essenzuschüssen unterstützt, um weiterhin einen qualitativ hochwertigen Unterricht zu ermöglichen.

Der FKA hat überwiegend mit Geldern von Kofinanzierern in den vergangenen Jahren neun Schulneubauten errichten können, sowie mehrere Erweiterungsgebäude, die aufgrund der immer größeren Schülerzahlen notwendig wurden. So ist im Laufe der Jahre eine beachtliche Schullandschaft enstanden.

Die Projekte werden von verlässlichen afghanischen Partnern (einem dreiköpfigen Schulkomitee) gewissenhaft betreut. Sie stehen im Dialog mit der ansässigen Bevölkerung und in ständigem Kontakt mit dem FKA.

Sämtliche Schulbauten werden traditionell in massivem Bruchsteinmauerwerk mit Lehmdach gebaut und haben meist sechs bis acht Klassenräume sowie Bibliothek, Labor, Lehrerzimmer und einen Abstellraum. Ein separates Toilettengebäude gehört ebenfalls dazu ebenso wie ein Brunnen zur Trinkwasserversorgung.

 

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Unterricht im Klassenraum                                     Bibliothek

 

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Labor                                                                                  Lehrerzimmer

 

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Toilettenhaus                                                                     Brunnenanlage        

 

Eine derartige sehr solide gebaute Schule kostet etwa 50.000 Euro, Grund und Boden wird von der Gemeinde bzw. auch von Privatleuten kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem unterstützt die Bevölkerung die Bauarbeiten mit Hilfsarbeiten.

Die meisten Schulen liegen außerhalb der Dörfer zentral zwischen mehreren Siedlungen.

 

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Alle diese Bildungsangebote stoßen im Gebiet der schiitischen Hazaras auf großes Interesse. Die guten Erfolge geben dem FKA immer wieder Mut, diese Unterstützung auch nach bald 30 Jahren fortzusetzen.

 

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Rege Beteiligung am Unterricht                                         Büffeln für eine Klausur beim Schafe hüten

 

Denn gute Bildungschancen für alle Teile der Bevölkerung sind unabdingbare Voraussetzung für die so dringend ersehnte friedliche Zukunft Afghanistans.

 

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